Erfahrungsberichte 


Ich möchte mich zuerst einmal vorstellen


Hallöle, ich heiße Matthias Kray und bin 1964er Baujahr, seit 2002 geschieden, habe drei Kinder und drei Enkelkinder.
Ich gehöre zu den Nordlichtern, aus Hamburg!!!
1997 war es dann soweit, im Fernsehen lief eine Sendung über die Schatzsucher in Florida und da hatte es mich wieder gepackt!!!
Nach langen endlosen Diskussionen mit meiner Ex-Frau war nun endlich der Zeitpunkt erreicht um mit der Schatzsuche zu beginnen.
Das Schatzfieber hatte mich nun endgültig in seinen Bann gezogen!!!
Es ist wie eine Sucht die mich bis heute nicht mehr los lässt!!!

sondengängersmilie


Wie bin ich auf das Hobby gestoßen???


Hunderte von Fragen quälten meine schlaflosen Nächte, auch die Fantasie ging schon mit mir durch.
Was für riesige Schätze es wohl hier noch überall geben muss und man bräuchte einfach nur so ein Gerät, um in nächster Zeit ganz schnell zu Reichtum zu gelangen!!!
Aber am anderen Morgen kam dann immer wieder die Ernüchterung, denn es war ja immer noch kein Gerät da und ich war auch immer noch nicht sicher, welches ich mir nun anschaffen sollte?!
Es gab dann nur die eine Möglichkeit: noch mal eine Anfrage im Forum des Internets.
Diese Frage ergab aber nur noch mehr Verwirrung.
Denn man wurde Regelrecht mit Geräten und dessen Vor und Nachteilen bombardiert.
Ich hatte mir alles durch den Kopf gehen lassen und mit meinem Ex-Kumpel Peter, (der nun auch mit angesteckt war vom Schatzfieber) zig Mal durchgekaut. Was uns auffiel, war das der Whites 6000 Pro Sl damals in aller Munde war, also war es für mich dann logisch, mich für dieses Gerät zu entscheiden!!!

Nur noch die fehlenden Mücken zusammenkratzen und dann mal Los...................!!!
Ich hatte ein gebrauchtes Gerät an der Hand und kaufte es mir dann auch.
Der damalige Händler schwärmte geradezu von dem Gerät und verwies auch noch auf jegliches Zubehör welches man zur Münz- und Schatzsuche noch so bräuchte.
Da gab es Dinge die ich bis dato noch nicht einmal in Erwägung gezogen hätte. Dazu später mehr!!!
Wichtig war, ich hatte endlich ein Metallsuchgerät, einen Whites 6000 Pro Sl.

Das ist er ................................!!!!
Metallsuchgerät


Erste zaghafte Begegnung mit dem neuen Hobby!!!


Nun aber ab nach Hause, an die Elbe und gleich ausprobieren, denn ich hatte hier noch nie einen Schatzsucher gesehen
und dann müsste das Zeugs ja nur so reichlich herumliegen!!!!!!!!!
Aber falsch gedacht, nur Schrott und Müll kam aus dem Boden das tat aber der enthusiastischen Stimmung keinen Abbruch.
Dann kamen aber doch noch ein paar verrostete Groschen raus und der Drang nach mehr war riesig.
Nach ca. 2 Stunden kam er raus der aller erste Silberring. “Wow, was ein Starkes Teil“, war die erste Reaktion und dann auch noch ein Klopper von fast 3 Gramm ein Herren Ring mit einer schicken Gravur:
Na, dass geht ja gut los, war damals mein Gedankengang, so kann es ruhig weiter gehen, nur leider hatte ich etwas Pech mit dem Gerät.
Denn schon am nächsten Tag hatte das Gerät seine Macken.
Es piepte pausenlos und ohne erkennbaren Grund.
Nachdem ich alles nur erdenkbares überprüft hatte und nichts ungewöhnliches erkennen konnte, fuhr ich wieder nach Hause und war total sauer. Also, noch mal die Gebrauchsanweisung durchlesen, aber nichts in der Richtung wurde beschrieben.
Der Händler konnte mir fernmündlich auch nicht sehr viel weiterhelfen, ganz im Gegenteil, man bescheinigte mir typische Anfängerblödheit.
Worauf ich doch etwas Sauer war!!!
Nach einer Woche allem Ausprobierens hatte ich endgültig die Nase voll und fuhr wieder zum Händler zurück und tauschte den Gebrauchten gegen ein neues Gerät und besorgte mir auch gleich noch Zubehör, denn nun sollte es richtig losgehen.
Es ging dann auch in die vollen. Erst mal die bekannten Strände in der näheren Umgebung abklappern.
Nur die Ausbeute war durchweg sehr Mager, warum bloß???
Waren hier doch schon andere am Suchen???
Findet das Gerät nicht richtig???
Bin ich vielleicht zu blöd dazu das Gerät richtig zu bedienen???
Wird doch nicht so viel verloren???
Fragen über Fragen quälten mein Wissensbedürfnis, nur wer konnte mir darauf eine Antwort geben???

Auf der Suche nach mehr!!!


Mein Kumpel Peter hatte sich inzwischen auch einen Whites 6000 Pro Sl zugelegt und war eigentlich genauso geknickt wie ich.
Darum versuchten wir über das Internet ein paar Antworten zu finden.
Die kamen dann auch! Wir suchten nicht an den richtigen Stellen. Wir müssten mal auf den Acker oder in einem Wald suchen und an die Ostsee fahren!!! Na gut, das taten wir dann auch, aber ich war immer noch nicht so begeistert von der Ausbeute und habe immer versucht etwas neues zu probieren.Aber egal was man auch ausprobiert hatte, so richtig befriedigend war das alles nicht !!!
Heute bin ich etwas schlauer, was dies betrifft, denn man macht am Anfang doch vieles verkehrt.
Man sollte ein gewisses Know how und Wissen bezüglich der Technik, der Anwendung und der abzusuchenden Gegend mitbringen.
Es macht also nicht viel Sinn einfach auf dem nächst besten Acker zu laufen und dann mit einer Tasche voller Münzen zu rechnen.
Etwas Recherche muss man im Voraus schon betreiben und man wird auch dann noch so manche Pleite erleben!!!
Außerdem darf man sich auch nicht von den Funden die im Süden unserer Republik gemacht werden blenden lassen,
denn dort war rein von der Geschichte her viel mehr los als hier im Norden!!!
Bayern, Hessen, Sachsen, Thüringen und Baden Württemberg sind die Regionen, die in der Vergangenheit besonders viele Reichtümer aus längst vergangener Zeit wieder das Tageslicht erblicken ließen!!!
Ist ja auch nur logisch, denn dort lebten Kelten und Römer. Auch nach dem es mit den Römern in Deutschland endete war immer noch eine Menge mehr los als hier bei uns im Norden. Auch sind die Geländegegebenheiten hier völlig anders als z.b. in Bayern.
Dies spielt alles eine große Rolle bei der Münz- und Schatzsuche und sollte auf jedem Fall mit in Augenschein genommen werden!!!

Die Detektorfrage!!!


Irgendwann kommt man aber um die frage: “Taugt mein Detektor eigentlich etwas"???, Nicht mehr herum, warum?
Na, ganz einfach, ein jeder stellt andere Anforderungen an sein Gerät, oder die Ergebnisse und Arbeitsweisen, bzw. die Eigenschaften des Gerätes sind schlichtweg unbefriedigend. Dies jedoch ist eines der größten Knackpunkte in der Detektor frage!!!
Mir erging es damals ganz genau so, denn erstens war mir das Gerät (Whites) mit ca. 2,8 Kilo echt zu schwer, zweitens war das Pinpointing recht unbefriedigend und zu guter letzt war mir diese ewige Programmiergeschichte zu kompliziert!!!
Also, musste ein neuer Detektor her, aber was für einer???
Da man nun nicht immer die Möglichkeit hat alle Geräte einmal in die Hand zu nehmen, um sie einmal zu testen ist es normalerweise gut sich in der Szene der Sondengänger umzuhören.
Bestens geeignet ist ein Schatzsuchertreffen! Dort kann man mit anderen Suchern über solche Belange sehr gut kommunizieren und viele sind auch bereit ihr eigenes Gerät mal vorzuführen, außerdem kann man auch gleich eine Menge guter Tipps bekommen .
Jedoch als Faustregel gilt auch hier: Wer viel fragt, bekommt auch viele Antworten!!!
Und noch eine Faustregel: Es gibt kein Gerät für alle Sucheigenschaften.
Soll heißen, will man in großen Tiefen suchen dann braucht man ein Tiefenortungsgerät oder Boden-Radar. Will man richtig im Wasser suchen, dann braucht man einen Unterwasserdetektor. Will man nach Gold (auch Nuggets) suchen, dann muss man sich für ein dafür speziell entwickeltes Gerät entscheiden.
Für die allgemeine Suche nach Münzen, Schmuck, Militaria usw. ist ein normaler VLF oder PI Metalldetektor voll ausreichend!!!
Nur, was ist schon normal???
Hier wird es wieder interessant, denn es gibt eine Menge Hersteller auf dem Metalldetektor-Markt und da ist guter Rat teuer!!!
Auch eine öffentliche Anfrage in diversen Schatzsucher-Foren helfen einem meist nicht sehr viel weiter, da eine Heerschar von Händlern sich sofort auf den fragenden stürzen und teilweise mit zweifelhaften Angeboten locken!!!
Das ist die Situation, in der man schnell auf das falsche Pferd setzt, weil z.b. der Preis und die damit verbundenen Versprechungen einfach zu verlockend wirken, die sich aber nachher in der Praxis nicht verwirklichen lassen.
Nur dann ist es meist schon zu spät um noch mal eine andere Entscheidung folgen zu lassen. Das Geld ist ausgegeben und der Frust ist da, was nun???
Ich habe leider auch kein Patentrezept, wie man am besten an das Ziel seiner Träume gelangen kann. Darum empfehle ich die diversen Schatzsuchertreffen, die auch hier zu Lande organisiert werden, wie schon erwähnt zu besuchen, um dort nach dem für sich geeigneten Gerät zu fahnden!!!



Wie sucht man richtig???


Persönlich habe ich mich vor dreizehn Jahren für die Marke TESORO entschieden und für sehr gut befunden, weil sie eine Menge Vorteile gegenüber anderen Geräten besitzen, die ich heute nicht mehr missen möchte!!!
Nachdem ich damals gewechselt hatte, stellte sich auch endlich die erhoffte Fundrate ein, die sich bis heute fortsetzt!!!
Ich muss auch gestehen das ich meine gesamten Suchgewohnheiten total angepasst habe.
Das heißt: ich suche heute mehr mit System und suche lieber weniger schnell, dafür aber gründlich die Areale ab. Warum???
Das ist einfach zu erklären, man kann z.b. einen Acker mit einer Größe von Ca. 50 mal 200 Metern in vielleicht 6 Stunden einmal Kreuz und quer abgesucht haben, oder aber das ganze in zwei bis drei Wochen bearbeiten!!!
Ich gehöre eher der zweiten Gattung an, denn meine Devise lautet: „Weniger ist mehr“.
Und meistens sollte ich damit recht behalten!!! Auch haben wir uns von Anfang an dazu entschieden den Müll, der ausgebuddelt wird, mit zu nehmen und zu entsorgen. (Ist unserem Ansehen in der Bevölkerung sehr zu empfehlen!!!)
Es macht nämlich keinen Sinn alles im Galopp zu überfliegen, weil man dadurch einfach zu viel übersehen kann und letztendlich auch nicht die Ausbeute macht, als wenn man etwas systematisch an die Sache ran geht.
Man muss natürlich auch unterscheiden können, auf welchem Acker sich so eine systematische Suche lohnt und wo nicht.
Aber dieses bringen die Erfahrungswerte im Laufe der Zeit mit sich.

Das heißt: einen Tipp könnte Ich dazu vielleicht noch geben!!!
Ich habe mir, was die Ackersuche betrifft, angewöhnt erst mal zu schauen ob irgendwelche alten Tonscherben oder ähnliches herumliegen.
Auch alte geschmiedete Nägel könnten eventuell darauf einen Hinweis geben, ob hier früher vielleicht gesiedelt wurde?
Dann ist ein Testsuchgang auf jedem Fall schon mal angebracht und in den meisten fällen ist dann auch irgendetwas Interessantes dabei!!!
Das ist dann der Punkt, wo man sich ganz klar festlegen sollte, ob sich eine genauere Suche lohnt, oder nicht.
Dieses ist auch oftmals reine Gefühlssache.
Also, Hop oder Flop, probiert es mal aus, viel Glück!!!

Eines noch zum Schluss, Informiert euch bitte über die jeweils gültigen Landesgesetze!!!
Bitte keine Hügelgräber oder ähnliches erstürmen, sind eh meist alle schon geplündert und wenn nicht, sollten die wenigstens noch der Nachwelt erhalten bleiben!!!
bäh

Geschrieben 1997


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