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Sonntag, 20. August 2017

Wichtige Informationen für Sondengänger !!!



Hallo liebe Sondengänger.

Nun werden wir uns mal mit der gefährlichen Seiten unseres Hobbys beschäftigen!!!
Ihr werdet gleich erfahren, das unser Hobby keinesfalls ungefährlich ist und eine Menge Gefahren im Gelände lauern können!!!

Das man also mit einer Menge anderer Dinge, wie Gesetze, Genehmigungen und allerlei Drumherum zu tun hat, ist ja hinlänglich bekannt. Aber das man nun so ganz unbeschwert und unbedarft in der Gegend umherschweift, wäre im höchsten Maße fahrlässig und gefährlich!!! Fangen wir mal mit den in Anführungszeichen harmlosen Dingen an.

Obwohl es in Deutschland weitergehend verboten ist offene Köder-Schnappfallen aufzustellen, so gibt es doch hier und da noch ein paar schwarze Schafe, die das Überhaupt nicht zu interessieren scheint. Denn, wenn man in so eine Falle tritt, kann es böse Verletzungen geben. Das heimtückische ist meistens, das man sie nur sehr schwer sehen kann, da sie durch Laub verdeckt werden.

Es ist dringend davon abzuraten, wenn man eine solche Falle entdeckt, sich mit bloßen Händen daran zu versuchen, um sie zu entschärfen!!! Wenn überhaupt, dann nehmt einen stabilen Ast oder Knüppel um diese Falle unschädlich zu machen.

So sehen solche Fallen aus!!!!

Diese Art Fallen sind häufig im Wald und an Seen oder Bach bzw. Flussläufen anzutreffen. Sie werden meistens zur Bisamratten Bekämpfung eingesetzt!!! Es passiert aber nicht selten, das sich dort auch ganz normale Haustiere verfangen und böse Verletzungen davon tragen!!! Rein aus ethischer Sicht gehören diese Teile wirklich verboten. Also, VORSICHT!!!

Die nächsten Gefahren sind besonders für die Sucher in den bergigen Regionen von großer Wichtigkeit!!! Geht NIEMALS alleine in irgendwelche Steilhänge oder Berghänge und schon gar nicht, ohne vorher die Ausrüstung geprüft zu haben!!! Wenn ihr es nun unbedingt doch alleine macht, dann vergesst nie jemanden vorher zu Informieren (Ehefrau, Freund, etc.) wo ihr seid. Besser wäre es aber, auf jeden Fall ein Handy oder ein Funkgerät mitzunehmen, Unglück schläft nie!!!

Kommen wir nun zu den wirklich Gefährlichen Dingen, die uns ständig bei der Suche nach Relikten und verlorenen Gegenständen begegnen können. Es sind die Altlasten des 1. & 2.Weltkrieges!!!! Worauf es ankommt und was zu tun ist, erfahrt ihr hier.

Eigentlich haben wir ein äußerst spannendes Hobby, die Spannung kann aber durchaus. In Schweißausbrüchen enden, wenn man statt der erwateten tollen Münze, oder einer tollen Fibel, etc. auf einen Sprengkörper oder Munition stößt. Dieses kommt gar nicht so sehr selten vor, denn unsere gesamte Bundesrepublik ist voll mit Kampfstoffen des 3. Reiches. Ganz besonders in Wäldern und auf Äckern liegen noch Unmengen von Patronen, Granaten und anderen gefüllten Geschossen herum. Aber noch viel gefährlicher sind diese kleinen Glasampullen, die mit Chemischen Kampfstoffen gefällt sein könnten!!! Auf jeden Fall gilt: ÄUSSERSTE VORSICHT !!!

Den wichtigsten Ratschlag den ich euch geben kann, ist: grabt euch immer vorsichtig von außen an den potenziellen Fund heran. In Gegenden, wo besonders viele Kampfstoffe im Boden lagern, sollte man es nach Möglichkeit vermeiden, mit Pickeln, Hacken oder Grab-Hämmern zu arbeiten. Aus dreierlei Gründen: erstens, um den Boden nicht unnötig zu erschüttern und zweitens, damit man nicht aus versehen auf einen Zünder oder Auslöser schlägt. Beides wäre echt mit fatalen Folgen verbunden, denn durch die Erschütterungen könnten bei Blindgängern die empfindlichen Säurezünder wieder in Gang gesetzt werden. Bei mechanischen Zündern langt schon ein kleines klopfen oder eine Verschiebung der Lage und.....BOOOOOOM!!!
Und drittens um nicht euren eventuellen Fund zu beschädigen, wenn es keine Bombe oder Granate ist. Generell sollte man eigentlich eher darauf verzichten an solchen Stellen überhaupt suchen zu gehen, denn die Gefahr ist einfach nicht abschätzbar. Was es in einzelnen so an verschiedenen Sprengkörpern und Munitionen gibt könnt ihr auf dieser Seite gut sehen, folg diesem Link: "Kampfmittel"

Aber nun gut, mal angenommen man trifft ungewollt auf eine Mine, Granate, oder Sprengstoff gleich welcher Art, was ist zu tun??? Zunächst ist es mal wichtig, das man die Granate oder Mine nicht aufhebt, oder irgendwie versucht aus lauter Neugier etwas daran ausprobieren zu müssen. Nach Möglichkeit darf auf keinen Fall die Lage verändert werden!!! Zuschütten sollte man es auch nicht, sondern SICHERN heißt das Stichwort. Am besten so, das es auch sofort erkannt werden kann. Denn der nächste Punkt sollte sein, sofort entsprechende Stellen, wie Kampfmittelräumdienst, Polizei oder die Feuerwehr, je nach Bezirk unterschiedlich Benachrichtigen!!! Hierzu etwas, was man sich unbedingt einprägen sollte.

Bitte unbedingt beachten:


Kampfmittel nicht berühren!

  1. Notruf 110 oder 112 wählen!
  2. Was haben Sie gefunden?
  3. Wo ist der Fundort?
  4. Wer ruft an?
  5. Warten Sie auf die Feuerwehr und weisen Sie die Einsatzkräfte ein.

Dieses ist jetzt die Standart Vorgehensweise, die man unbedingt beherzigen sollte!!! Lasst NIEMALS Granaten und Munition gleich welcher Art offen liegen, denkt an die Kinder, es könnten auch eure eigenen sein!!!! Sie wissen nämlich nichts von der Gefahr!!!! Macht auch um Gottes Willen nie den Versuch und nehmt das ganze Zeugs mit um es bei der Polizei vorbei zu bringen etc., denn damit macht ihr euch schon strafbar!!! Denn es ist VERBOTEN Munition aufzuheben, auch wenn ihr es gut meint, so kann man euch laut Gesetz ganz schön die Hölle hei machen!!! Also, lasst es lieber. In diesem Zusammenhang habe ich ein Merkblatt zur Fundmunition gefunden dort könnt ihr alles nachlesen. "MERKBLATT"

Zu den Punkten 4 und 5, wer sich nicht traut seinen Namen anzugeben, der sollte wenigstens eine ganz genaue Fundortbeschreibung durchgeben und die Stelle besonders gut sichtbar kennzeichnen!!! Man kann auch mit großangelegten Pfeilen auf dem Boden zur Stelle hinführen. Wenn viele Kinder in der Nähe sind, dann sollte man bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte die Stelle im Auge behalten, hier appelliere ich an euer Gewissen. Es ist auch sehr zu empfehlen, das ihr euch in eurer Kommune oder Bezirksamt schon einmal im Vorwege erkundigt, wer denn für die Kampfmittelräumung zuständig ist. Es ist nämlich nicht überall klar geregelt und auf keinen Fall verkehrt, wenn man gleich die richtige Telefonnummer in der Tasche hat. Im Zweifel ist es aber immer richtig, die Polizei oder Feuerwehr zu informieren!!!

Trotz alledem habe ich versucht, für euch einige Adressen herauszufinden. Es ist nur eine kleine Auswahl, aber immerhin ein Anfang, wer noch andere Adressen für mich hat, kann sie mir gerne an webmaster@aktivsucher.de zuschicken, damit auch andere Sondengänger etwas davon haben. Außerdem habe ich mich auf die Suche begeben und einige interessante Webseiten über Kampfmittelräumdienste hier für euch zusammengestellt!!!

In diesem Sinne wünsche ich allen Sondengängern gut Fund, Augen offen halten und bleibt Gesund!!!

Gruß Matthias Kray Aktivsucher.de

Merkblatt über Fundmunition !!!


Vorbemerkungen


Auch 50 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges wird immer noch bei Erdbewegungen im Zusammenhang mit Baumaßnahmen oder bei anderer Gelegenheit ganz zufällig Munition der ehemaligen Deutschen Wehrmacht und der damaligen Kriegsgegner gefunden.
Sowohl bei solchen Munitionsfunden als auch bei bloßen Munitionsvermutungen treten Fragen bezüglich der Gefährlichkeit und der Verhaltensweise, der Verantwortlichkeit des Einzelnen sowie der Zuständigkeit der (Sicherheits-) Behörden auf.

Nachfolgend wird versucht, eine möglichst umfassende Antwort darauf zu geben, wobei im technischen Bereich für die Beurteilung der verschiedenen Sachverhalte allerdings nur auf Erkenntnisse und Erfahrungen in der Vergangenheit zurückgegriffen werden kann.


Fundmunition


  • 1. Herkunft, Arten und Lage der Munition Fundmunition stammt überwiegend aus dem 2. Weltkrieg. Dabei kann es sich handeln um:
  • 1.1. während des Krieges abgeworfene Bomben, die beim Aufprall nicht explodiert und deshalb in die Erde eingedrungen sind (Bombenblindgänger) sie liegen je nach Größe und Gewicht in 30 cm bis 2 Meter Tiefe, selten tiefer.
  • 1.2. während des Krieges verschossene, aber nicht explodierte andere Munition (Blindgänger) sie liegt auf der Erdoberfläche oder in geringer Tiefe; derartige Munition ist in Bayern selten.
  • 1.3. bei Kriegsende von Soldaten oder Einheiten aufgegebene andere Munition (auf-gelassene Wehrmachtsmunition, also Munition für Handfeuer- und Maschinen-Waffen, Granaten, Minen) sie liegt nicht selten an verkehrsgünstiger Stelle in Flüssen und Seen.
  • 1.4. nach Kriegsende im Zuge der Munitionsvernichtung durch Sprengen wegge-schleuderte Munition (angesprengte Munition) sie befindet sich meistens in der oberen Bodenschicht auf den seinerzeitigen Sprengplätzen, manchmal auch bis zu 1000 Meter davon entfernt.
  • 1.5. Nachkriegsmunition (insbesondere Übungsmunition der Bundeswehr / verbündete Streitkräfte), vornehmlich in der näheren Umgebung von Truppenübungsplätzen.

Gefahrenbewertung


  • 2. Seit Kriegsende sind folgende Erfahrungen gemacht worden:
  • 2.1. Allgemeines so lange Munition ungestört in oder auf dem Boden liegt, ist sie in der Regel ungefährlich. Eine Selbstzündung ohne Fremdeinwirkung ist in Bayern außerhalb militärischer Einrichtungen bisher nicht bekannt geworden; dies gilt auch für Bombenblindgänger. Erst durch unsachgemäßes Hantieren mit Munition entsteht eine unmittelbare Gefahr. Durch gewaltsames Einwirken wird das Gefahrenrisiko extrem gesteigert.
  • 2.2. Unterscheidung nach Munitionsarten. Die von aufgefundener Munition ausgehende Gefahr ist unterschiedlich zu beurteilen.
  • 2.2.1. Bombenblindgänger (Nr. 1.1) werden fast ausschließlich bei Erdarbeiten entdeckt. Bei den unzähligen Baumaßnahmen, die in den letzten 50 Jahren auf Bombardierungsflächen durchgeführt wurden, kam es in Bayern noch zu keiner Explosion. Gleichwohl gilt: Bombenblindgänger sind stets gefährlich, weil der Sicherungsmechanismus teilweise oder ganz außer Funktion sein kann. Nach dem Auffinden ist deshalb jedes Hantieren bis zum Eintreffen des Sprengkommandos zu unterlassen (s. auch Nr. 4.3).
  • 2.2.2. Gleiches gilt für andere Blindgänger und angestrengte Munition (Nr. 1.2 und 1.4).
  • 2.2.3. Aufgelassene Wehrmachtsmunition (Nr. 1.3) war bei Kriegsende handhabungssicher. Es kann grundsätzlich auch heute noch von Handhabungssicherheit ausgegangen werden; dies gilt vor allem bei Munition für Handfeuerwaffen (Gewehr und Pistolenmunition).
  • 2.2.4. Nachkriegsmunition (Nr. 1.5) ist in der Regel handhabungssicher, sofern es sich nicht um Blindgänger handelt.

Verhalten


  • 3. Bei Arbeiten in tatsächlich oder mutmaßlich munitionsbelasteten Gebieten:
  • 3.1. Bohrungen das Bedienungspersonal kann durch aufmerksames Beobachten der Armaturen an Bohrgeräten Widerstände im Untergrund feststellen. Wird ein Widerstand bemerkt, ist es empfehlenswert, die Bohrung abzubrechen und sie gut zwei Meter nach links oder rechts zu versetzen; die am häufigsten zu findenden Fünf- und Zehn-Zentner-Bomben sind nur rd. 120 bzw. 145 cm lang. Ist dies nicht möglich, wird empfohlen, das Erdreich sorgfältig abzutragen und sich zu vergewissern, dass es sich nicht um einen Bombenblindgänger handelt.
  • 3.2. Erdbewegungen Fahrern von Erdbewegungsmaschinen (Radlader, Bagger) fällt erfahrungsgemäß das gegenüber anderen Gegenständen eigentümliche Aussehen von Munition (z. B. von Granaten, Bomben) sofort auf. Im Mutterboden befinden sich in der Regel keine großkalibrigen Munitionsstücke oder Bomben. Nur wenn der Untergrund Verfärbungen zeigt, die auf unnatürliche Störungen des Bodens hinweisen, muss mit Munition gerechnet werden.

Eine in Bombardierungsgebieten deutlich erkennbare kreisförmige (Durchmesser bis ca. 50 cm) Erdverfärbung könnte auf den Einschlag eines Bombenblindgängers hindeuten.

Verhalten


  • 4. Beim Auffinden von Munition:
  • 4.1. Munition für Handfeuerwaffen (Gewehr- und Pistolenmunition) kann nach den vorliegenden Erfahrungen - sorgfältiges Hantieren vorausgesetzt - möglichst nicht per Hand, sondern mit einer Schaufel o. ä. (wegen möglicher Phosphorpatronen) aufgenommen und geringfügig verlagert werden; sie soll sicher verwahrt werden.
  • 4.2. Alle anderen Munitionsgegenstände sind in der vorgefundenen Lage unverändert zu belassen; ggf. vorsichtig mit Sand/Erde abzudecken und in geeigneter Weise vor Unbefugten zu sichern.
  • 4.3. Bombenblindgänger sind in der vorgefundenen Lage unverändert zu belassen. Alle Arbeiten in näherer Entfernung sind sofort einzustellen, Personen sollen einen genügend großen Sicherheitsabstand einhalten.

In allen Fällen ist sofort die Polizei zu verständigen, die ihrerseits im Falle von Munition aus dem 2. Weltkrieg den Kampfmittelbeseitigungsdienst anfordert.

Sicherheitsrechtliche Verantwortung bei Fundmunition


  • 5. Aufgefundene Munition kann explosibel sein. Sie ist deshalb vorsorglich stets als Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu behandeln. Inwieweit bei bloßem Verdacht auf das Vorhandensein von Munition (z. B. im Boden oder Gewässern) ein sicherheitsrechtliches Einschreiten geboten ist, hängt von den Umständen des jeweiligen Einzelfalles ab. Grundsätzlich gilt, dass die vorsorgliche Nachsuche nach vermuteter Munition im Pflichtenkreis des Grundstückseigentümers liegt. Wird dieser nicht von sich aus tätig, ist von der örtlichen Sicherheitsbehörde zu entscheiden, ob eine Gefahrerforschung sicherheitsrechtlich geboten und sie insoweit zum Einschreiten verpflichtet ist.
  • 5.1. Eine Pflicht der örtlichen Sicherheitsbehörde zur vorsorglichen Nachsuche nach möglicher Fundmunition im Rahmen der Gefahrerforschung besteht grundsätzlich nicht. Im Einzelfall kann allerdings eine solche Pflicht dann entstehen, wenn aufgrund besonderer Umstände ein hinreichend konkreter Verdacht für das Vorhandensein von Fundmunition besteht. Dies dürfte nur in folgenden Fällen gegeben sein.
  • 5.1.1. Bei Bombenblindgängern, wenn ein Zeitzeuge glaubhaft mitteilt, dass an einer bestimmten Stelle eine Bombe eingeschlagen und nicht explodiert ist und wenn er ebenso glaubhaft versichert, dass ihm eine Bombenbergung in späterer Zeit nicht bekannt ist.
  • 5.1.2. Beim Fund von anderen Munitionsgegenständen zur Nachsuche in der nächsten Umgebung der Fundstelle, wenn nach den Umständen des Auffindens die Möglichkeit besteht, dass dort weitere Munitionsgegenstände vorhanden sein könnten.
  • 5.2. Soweit die Abwehr einer Gefahr durch andere Behörden nicht oder nicht rechtzeitig möglich erscheint, wird die Polizei tätig (Art. 3 PAG).
  • 5.3. Im Übrigen fällt die Abwehr einer Gefährdung durch Munition in den Aufgabenbereich der örtlichen Sicherheitsbehörden. Diese können unter den Voraussetzungen des Art. 7 LStVG Anordnungen gegen Dritte (z.B. Grundstückseigentümer) erlassen oder die Störung selbst, durch die Polizei oder durch vertraglich beauftragte Fachfirmen beseitigen lassen.
Das Staatsministerium des Innern nimmt in eine "Adressenliste" Fachfirmen auf, die ihm den Besitz einer Erlaubnis gem. § 7 sowie die erforderliche Fachkunde gem. § 9 des Sprengstoffgesetzes in Bezug auf Kampfmittelräumung nachgewiesen haben. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Adressenliste wird keine Gewähr übernommen.
Für die fachliche Qualifikation und Zuverlässigkeit haften ausschließlich die Firmen selbst.
  • 5.4. Für die von der Bundeswehr und von den ausländischen Streitkräften zu militärischen Zwecken genutzten Bundesgrundstücke gelten Besonderheiten. Dort obliegt es grundsätzlich dem Bund und nicht den Gemeinden, insoweit die öffentliche Sicherheit aufrechtzuerhalten. Für die Bergung und Vernichtung der auf diesen Grundstücken gefundenen bzw. vorhandenen Munition ist deshalb die das Grundstück verwaltende Bundesbehörde verantwortlich.
  • 5.5. Soll ein Grundstück bebaut werden, ist der Bauherr für die Eignung des Baugrundstücks verantwortlich; er hat diese ggf. im bauaufsichtlichen Verfahren nachzuweisen. Nach allgemein sicherheitsrechtlichen Grundsätzen ist die Bauaufsichtsbehörde nicht gehalten, generell Gefahrerforschungseingriffe vorzunehmen oder anzuordnen. Liegen konkrete Anhaltspunkte für eine Kampfmittelbelastung des zur Bebauung anstehenden Grundstücks vor, kommt die Anforderung entsprechender Nachweise (z.B. Gutachten) in Betracht. Bei der Bauleitplanung sind Bodenverunreinigungen - auch durch Kampfmittel - nur dann in die Abwägung einzustellen, wenn die Gemeinde für deren Vorliegen konkrete Anhaltspunkte hat, nur dann - aber nicht unabhängig davon allgemein - trifft die Gemeinde eine Aufklärungs- und Ermittlungspflicht.

Kampfmittelbeseitigungsdienst


  • 6. Das Staatsministerium des Innern hält einen Kampfmittelbeseitigungsdienst vor, der der Polizei und den örtlichen Sicherheitsbehörden zur Beseitigung von Fundmunition des 2. Weltkrieges kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Außerdem stellt das Staatsministerium des Innern den örtlichen Sicherheitsbehörden den Kampfmittelbeseitigungsdienst zur Nachsuche nach Munition in den in Nr. 5.1.1 und 5.1.2 genannten Fällen nach vorheriger Zustimmung zur Verfügung. Dies ändert jedoch nichts daran, dass die Gefahrenabwehr bzw. -beseitigung insoweit eine Aufgabe der örtlichen Sicherheitsbehörde bzw. der Polizei bleibt.
    Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wird nicht im Wege der Amtshilfe i.S. Art. 4 VwVfG, sondern als tatsächliche freiwillige Leistung gegenüber der Sicherheitsbehörde zur Verfügung gestellt.
    In allen übrigen Fällen bleibt es dabei, dass örtliche Sicherheitsbehörden und Polizei, wenn sie in Bezug auf Weltkriegsmunition sicherheitsrechtlich tätig werden, auf eigene Kosten Fachfirmen einsetzen müssen, soweit sie nicht Anordnungen gegen Dritte treffen.

Wichtige Adressen für Kampfmittel Beseitigung !!!


Bitte unbedingt beachten:


Kampfmittel nicht berühren!

  1. Notruf 110 oder 112 wählen!
  2. Was haben Sie gefunden?
  3. Wo ist der Fundort?
  4. Wer ruft an?
  5. Warten Sie auf die Feuerwehr und weisen Sie die Einsatzkräfte ein.

Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen 36325 Feldatal Tel: 06637 - 1627
Kampfmittelbeseitigungsdienst 70... Stuttgart Tel: 0711 - 745192 - 0
Kampfmittelräumdienst Nordrhein-Westfalen 481.. Münster Tel: 0251 - 13357 - 0
Munitionsbergungsdienst 23996 Bad Kleinen Tel: 038423 - 62 - 327
Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz Ernst-Sachs-Str. 8
56070 Koblenz am Rhein
Tel: 0261 - 88414 - 42
Tel: 0261 - 88414 - 73
Munitionsbergungsdienst 23996 Bad Kleinen Tel: 038423 - 62 - 331
Kampfmittelräumdienst Rheinland - Pfalz / Leit - und Koordinierungsstelle Ulmen 56766 Ulmen Tel: 02676 - 910374
Fax: 02676 - 910375
Technisches Polizeiamt des Landes Sachsen-Anhalt Kampfmittelbeseitigung August-Bebel-Damm 19
39126 Magdeburg
Tel: 0391 - 5075 - 538
Fax: 0391 -5075 - 604
Dezernates für Kampfmittelbeseitigung Niedersachsen 30... Hannover Tel: 0511 - 106 - 3001
Tel: 0511 - 106 - 3090
Stadt Datteln Kampfmittelräumung Feuer- und Rettungswache Industriestraße 8
45711 Datteln
Tel: 02363 - 56610
Kampfmittelräumung Hamburg Großmoorbogen 8
21079 Hamburg
Tel: 040 - 42851 - 4605
Fax: 040 - 42851 - 4609
Kampfmittelräumung Bielefeld 33609 Bielefeld Polizei Tel: 0521 - 5450
Feuerwehr Tel: 0521 - 51 - 2301
Kampfmittelbeseitigung GmbH Münchehofer Str. 1A
15374 Müncheberg
Tel: 033432 - 71505

Hier ein kleines Schmankerl, die nachfolgenden Adressen sind extra für die Sammler von Hülsen etc. vielleicht lohnt sich eine Anfrage, ob man gegen einen kleinen Obolus das eine oder andere entschärfte Stück erwerben kann???

ENTSCHÄRFT BITTE NIEMALS SELBST MUNITION!!!


Munitionszerlegebetrieb Ringelstein Nordrhein-Westfalen 33142 Büren Tel: 02958 - 248
Munitionszerlegebetrieb 19249 Jessenitz-Werk Tel: 038855 - 51128
Munitionszerlegebetrieb Mellenthiner Heide Chausseeberg 999
17429 Mellenthin
Tel: 038379 - 20316
Munitionszerlegebetrieb Mirow Mecklenburg-Vorpommern Mühlendamm 15
17252 Mirow
Tel: 039833 - 22316
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